90 Jahre Entwicklungsarbeit für sichere Arbeit in der Höhe

Firmenportrait

Als Friedrich Schlichte Senior das Unternehmen euroline vor 90 Jahren in Bad Pyrmont gründete, produzierte er Holzleitern für Maler und verkaufte sie an regionale Ab-nehmer. Inzwischen ist der Betrieb zu einem mittelständi-schen Unternehmen mit 65 Mitarbeitern herangewachsen, das in der dritten Generation familiengeführt wird – seit 2011 durch den Enkel des Gründers, Florian Schlichte. Das Standard-Produktangebot ist heute breit aufgestellt und umfasst ein komplettes Steigtechnik-Sortiment wie Holz- und Aluminiumleitern, Fahrgerüste, Überstiege und War-tungsbühnen. Statt auf Massenproduktion und schnelles Wachstum zu setzen, bevorzugt Schlichte nachhaltige Pla-nung, hochwertige Produkte „made in Germany“ und Fle-xibilität: „Wir wollen schnell bleiben, nah am Kunden, Prob-lemlöser sein, auch bei komplexen Sonderkonstruktionen für Handwerk und Industrie, von der Bühne bis zum War-tungsdock. Dass das funktioniert, garantiert ein auf Konti-nuität ausgerichtetes Entwicklungsteam und ein technisch hochqualifizierter Außendienst.“

Firmengründer Friedrich Schlichte Senior wäre sicher stolz – aus dem kleinen Betrieb, der sich 90 Jahre lang kontinuierlich weiterentwickelt hat, ist ein mittelständisches Unternehmen geworden, das wertvolle Erfahrungen seit Generationen weitergibt und mit hoher Fertigungstiefe sichere Steigtechnik aller Art entwickelt und produziert. Die erste richtungsweisende Entwicklung fand 1948 statt, als Friedrich Schlichte sen. mit 80 DM Startkapital an die Erfolge vor dem Krieg anknüpfte. Parallel zum deutschen Wirtschaftsaufschwung entwickelte sich euroline gut und zu den Malerleitern aus Holz kamen schnell Schiebe- und Haushaltsleitern hinzu. 1957 stieg der Sohn des Gründers, Friedrich Schlichte, in das Geschäft ein. Schon 1962 musste ein weiteres Grundstück hinzugekauft werden, um eine neue Halle für die Produktion von Holzleitern zu bauen, denn die Nachfrage stieg. 1967 übernahm er die Geschäftsführung und ein Jahr später gab es die ersten Überlegungen, Aluminium-Leitern zu produzieren, denn langes Holz in guter Qualität war durch den vergangenen Krieg rar geworden: Zu Kriegszeiten wurde nicht aufgeforstet und nun gab es keinen ausreichenden Baumbestand. Außerdem stieg der Qualitätsanspruch des Marktes – die Kunden wollten nur noch astfreie Hölzer. Also begann Schlichte 1972 die Produktion von Aluminium-Leitern.

Schritt für Schritt rüstete euroline den Maschinenpark um und führte ein neues Fertigungsverfahren ein: In die rechteckigen Hohlprofile der Holme wurden fortlaufend Löcher gestanzt, in die anschließend die Sprossen eingeführt und an den Wandungen des Holmprofils aufgeweitet wurden. An der Holmaußenseite bördelte man die Sprossen (Taumelniet-Verfahren). Damals war euroline einer der ersten Hersteller der dieses Verfahren einsetzte, heute ist es die Basis für die Herstellung von Aluminiumleitern.

Der nächste große Schritt erfolgte 2011: Florian Schlichte, Enkel des Unternehmensgründers, übernahm die Geschicke. Auch sein klarer Kurs: Weiterhin keine Massenproduktion für Baumärkte, sondern die Fertigung einer breiten Palette von Leitern in Holz und Aluminium für Handwerk und Industrie – und vertrieben wird über den klassischen Werkzeug-, Maler- und Sanitärfachhandel sowie den Industrie- und Baustoff-Großhandel. Im Unternehmen legt Schlichte weiterhin Wert auf betont flache Hierarchien, alle Mitarbeiter haben ihr Handwerk „von der Pike auf“ gelernt. Fachkompetenz ist ihm wichtig – sämtliche Steigtechnik wird im Fachhandel verkauft, wo Handwerker ohnehin professionelles Werkzeug für ihre tägliche Arbeit erhalten und dazu noch kompetent beraten werden. „Das persönliche Gespräch wird zunehmend wichtiger, denn auch in unserem Geschäft fand eine Diversifizierung statt. Unzählige Leiter-Varianten aus Aluminium und Holz erfüllen heute die unterschiedlichsten Funktionen. Wir haben permanent neue technische Features entwickelt, die die Arbeitssicherheit und die Ergonomie verbessern. Doch diese Besonderheiten und Eignungen für unterschiedliche Arbeiten müssen natürlich sorgfältig erklärt werden“, so Schlichte.

Leitern für jeden Zweck

Im Bereich Holzleitern ist euroline Marktführer: Die klassische Malerleiter hat sich seit Unternehmensgründung millionenfach bewährt – dafür sorgen unter anderem die langlebige und stabile „Doppelpresspassung“ und eine „Sicherheitsverzapfung“ der Sprossen in den Holmen. Der Klassiker aus naturbelassenem und unlackiertem Holz wurde über die Jahre immer wieder verbessert: „Die unteren, rutschfest geriffelten Hartholzsprossen, die wir Comfort-Breitsprossen nennen, sind waagerecht eingebaut und mit 50 mm Auftrittfläche besonders breit, die oberen senkrecht, damit man sich bequem anlehnen kann – so ermüdet man nicht so schnell und die Arbeit geht leichter von der Hand“, erklärt Schlichte.

Doch auch bei den Aluminiumleitern hat sorgfältige Entwicklungsarbeit Innovationen ermöglicht, so zum Beispiel die „Trapezsprossen“: Diese werden nicht waagerecht in die Holme eingebaut – wie bei herkömmlichen Leitern – sondern leicht gewinkelt, so dass beim korrekten Anlegen der Leiter eine waagerechte Trittfläche entsteht. Das erhöht den Komfort bei längerem Stehen auf der Leiter und die Sicherheit gegen versehentliches Abrutschen. Stabile Beschläge und Anbauteile mit Sicherheitsverschraubungen (M8) und besonders hochwertige, rutschfeste und fest am Holm montierte Leiterschuhe sind weitere Sicherheitsmerkmale, die zum Standardprogramm gehören. Jede Leiter von Euroline ist mit 150 Kilogramm belastbar – dafür sorgen großformatige, geschlossene Holme aus hochwertig verarbeitetem Aluminium mit solider Materialstärke und ohne scharfe Kanten. Florian Schlichte betont: „Diese technischen Besonderheiten sind ein Verkaufsargument – daher schulen wir unseren Außendienst sorgfältig, um auch den Fachhandel umfassend informieren zu können.“

Sonderkonstruktionen sind wichtigster Wachstumsmarkt

Seit rund 15 Jahren bietet euroline auch komplexe Sonderkonstruktionen aus Aluminium an. Dieser Bereich generiert stetiges Wachstum, denn moderne Fabrik- und Werkstattplanung fordert heute passgenaue Steigtechnik-Lösungen, insbesondere zur Wartung, Inspektion und Instandsetzung von Maschinen und Großfahrzeugen. Schlichte: „Die Industrie hat die Arbeit an Großfahrzeugen und Maschinen heute sehr stark automatisiert. Dies dient nicht nur der Erhöhung der Effizienz, sondern auch stetig steigenden Sicherheitsanforderungen und letztlich muss moderne Steigtechnik ergonomischen Ansprüchen genügen. Komfort erhöht die Sicherheit, Sicherheit erhöht die Effizienz der Arbeitsprozesse – alles ist aufeinander abgestimmt. Voraussetzung für die perfekte Anpassung der Steigtechnik-Lösung an Werkstätten ist eine präzise Konstruktionsplanung, nah am Kunden.“ Heute beherrschen modulare, erweiterbare Sonderkonstruktionen den Markt – präzise geplant nach den Anforderungen vor Ort. Euroline produziert mobile Arbeitsbühnen, aber auch Wartungsdocks mit erheblichen Abmessungen. Zu den wichtigsten Abnehmern dieser Konstruktionen gehören vor allem Großkunden wie die Bahn oder Airbus, die vor allem Lösungen benötigen, um effizient Großfahrzeuge zu warten: modular aufgebaute Wartungsanlagen für den komfortablen Front-, Seiten-, und Dachzugang. Solche Anlagen halten Rüstzeiten kurz und lassen schnelles und prozessoptimiertes Arbeiten zu. Für Sicherheit sorgt die Einhaltung aller einschlägigen Normen, wie der DIN EN ISO 14122, der EN 131 und der BGI 694. Euroline ist zudem Mitglied im Verband deutscher Leitern- und Fahrgerüstehersteller (VDL). Das gewährleistet, hinsichtlich Normen und Technik immer auf dem Laufenden zu sein.

Guter Draht zum Fachhandel und die eigene LKW-Flotte

Der direkte Kontakt zu Händlern und Kunden hat bei euroline einen hohen Stellenwert, daran hat sich auch unter der Leitung von Florian Schlichte nichts geändert. „Jeder unserer Mitarbeiter ist sich darüber im Klaren, dass wir uns nur durch hohe Produktqualität und exzellenten Service vom Wettbewerb abgrenzen können. Deshalb gilt bei uns die Philosophie der kurzen Wege: Wenn ein Problem zu lösen ist, stehen bei uns alle Türen offen – im Management, allen Mitarbeitern, Fachhändlern und Kunden.“ Das betrifft letztlich sogar die Anlieferung von Steigtechnik bei Kunden: Eine eigene LKW-Flotte ermöglicht euroline eine enorme Flexibilität. Die den Kunden oft schon vertrauten und als Monteure geschulten Fahrer kennen sich mit den Produkten und den ersten für einen erfolgreichen Aufbau notwendigen Arbeiten bestens aus und können aufkommende Fragen oft schon direkt bei der Anlieferung beantworten. Zudem müssen die Produkte in der Regel nicht kompliziert verpackt werden, was Verpackungsmaterial spart – ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz und eine beachtliche Erleichterung für Kunden in Sachen Handling.

Euroline ist Partner des PVH 2013

Vor wenigen Wochen entschied sich die Wahl zum Partner des PVH 2013. Euroline wurde wie schon 2011 zum beliebtesten Unternehmen für Betriebsausstattungen im Fachhandel gewählt. Die Wahl wird jährlich vom Arbeitskreis Werkzeuge (AKW) im Zentralverband Hartwarenhandel e.V. (ZHH) durchgeführt, um besonders fachorientierte Lieferanten zu würdigen.

 


 

Geschäftsführer Florian Schlichte (links) übernahm die Geschicke 2011 von seinem Vater Friedrich Schlichte (rechts). Der auf Kontinuität ausgerichtete Kurs des mittelständischen Unternehmens besteht weiterhin.

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Luftaufnahme der Leiterfabrik des Großvaters Friedrich Schlichte sen., um 1950.

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Heute ist euroline ein modernes mittelständisches Unternehmen und produziert ein vollständiges Steigtechnik-Sortiment, bis hin zu Sonderkonstruktionen wie Wartungsdocks.

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