Jan 252012
 

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Euroline GmbH

Maßgeschneiderte Steigtechnik für Partikeltherapie-Zentren

Sicher und komfortabel in den „Ring“ / Überstiege für den sicheren Zugang zum Teilchenbeschleuniger / Überstiege für Synchrotron in Shanghai und Kiel

27 Aluminium-Sonderkonstruktionen des mittelständischen Steigtechnik-Herstellers Euroline (Bad Pyrmont) sind in zwei hochmodernen Partikeltherapiezentren in Shanghai vorgesehen und in Kiel bereits im Einsatz. Hier werden Krebspatienten behandelt, indem Tumorzellen gezielt mit Partikeln wie Protonen und Kohlenstoffionen „beschossen“ werden. Auftraggeber Siemens hat besondere Ansprüche an die Überstiege: Sie müssen den sicheren Zugang zur Wartung der Instrumente ermöglichen, dürfen nur wenige magnetische Bauteile enthalten und sollten direkt in die Konstruktion des Synchrotrons integriert werden. Denn die „Freischaltung“ der Teilchenbeschleunigung für die Partikeltherapie in den Behandlungskammern erfolgt nur dann, wenn die Tür-Kontakte der Überstiege geschlossen sind und sich keine Mitarbeiter im Inneren der Hightech-Anlage befinden.

In einer Partikeltherapie werden Partikel wie Protonen oder Kohlenstoffionen in einem energievariablen Beschleuniger auf sehr hohe Geschwindigkeit gebracht und millimetergenau auf Tumorzellen appliziert, um diese zu zerstören. Das umliegende gesunde Gewebe bleibt nahezu unberührt. So eignet sich das Verfahren besonders für die Behandlung von Krebsarten, die dicht an Risikoorganen liegen oder die schwer zugänglich sind.

Wie das Verfahren funktioniert: Protonen und Kohlenstoffionen werden durch eine Gasentladung freigesetzt und ins System eingebracht. Ein Linearbeschleuniger bringt die Partikel auf eine Energie von 7 Mega-Elektronenvolt und leitet sie an das so genannte Synchrotron weiter. Dieses beschleunigt sie exakt auf die für das Ziel gewünschte Energie. Dabei können die Partikel bis zu 60 Prozent der Lichtgeschwindigkeit erreichen. Über eine spezielle Strahlführung, die „beam line“, gelangt der Partikelstrahl in die Behandlungsräume. Reichweite, Fokus und Intensität werden präzise eingestellt, um das Tumorgewebe millimetergenau zu behandeln.

Steigtechnik für den sicheren Überstieg

Mitarbeiter der Institute müssen zur Wartung und Justierung der Hightech-Instrumente immer wieder in den Innenbereich des Synchrotrons gelangen. Das Problem: Das Synchrotron ist ein in sich geschlossenes, ringförmiges Konstrukt von großen Ausmaßen. Es besteht aus hochempfindlicher Technik, die die „beam line“ beinhaltet – die präzise Partikelstrahlführung mittels Magnetfeldern. Hierin legen die Teilchen ein Vielfaches der Strecke des Erdumfangs zurück und können dennoch mit Sub-Millimeter-Präzision extrahiert werden. Der Synchrotronbeschleuniger ist 16 Stunden täglich im Patientenbetrieb – dann dürfen sich keine Mitarbeiter im inneren Bereich befinden. Die zuverlässige Lösung, um jederzeit sicher und komfortabel in den „Ring“ zu gelangen, sind spezielle Überstiege, die der Steigtechnik-Spezialist Euroline (Bad Pyrmont) konstruierte. Sie sind mit 800 Millimeter innerer lichter Weite besonders großzügig dimensioniert, um einen komfortablen Weg ins Synchrotron zu gewähren. Geländer mit Hand- und Knieläufen aus eloxiertem Aluminium erhöhen die Sicherheit ebenso wie die mit 177 Millimeter besonders tiefen Stufen. Alle Trittflächen und Plattformen bestehen aus gerieftem Aluminium – das gewährleistet eine erhöhte Rutschhemmung der Klasse R11. Die Podesthöhe variiert je nach den Erfordernissen am jeweiligen Segment des Teilchenbeschleunigers zwischen 500 und 1850 Millimetern, die Podestlänge von 1556 bis 3466 Millimetern. Jeder Überstieg ist mit 300 Kilogramm großzügig belastbar, so dass auch Werkzeuge problemlos darüber transportiert werden können. Wegen der starken Magnetfelder bestehen die Steigtechnik-Sonderkonstruktionen nahezu komplett aus Aluminium.

Zutrittskontrolle durch Türkontakt

Alle Überstiege wurden so konstruiert, dass sie von Beginn an in die Anlage integriert werden konnten – sie sind also nicht nachträglich installiert, sondern „Teil“ des Synchrotrons. Der Grund: Die Aluminiumkonstruktionen müssen nicht nur den Überstieg ermöglichen, sondern dienen auch als „Kontrollsegmente“. Die Türen aller Überstiege verfügen deshalb über spezielle Kontaktschalter, die die einzelnen Bereiche des Synchrotrons „freischalten“. Nur wenn sich kein Mitarbeiter mehr im Inneren der Anlage befindet, werden die Türen manuell verschlossen – dann signalisieren die Kontaktschalter, dass die Teilchenbeschleunigung im Synchrotron erfolgen kann.

Mehr Informationen erhalten Interessierte auch unter www.euroline-leitern.de.


 

Die Überstiege am Synchrotron sind speziell für die Anforderungen an der hochkomplexen Anlage konstruiert. So ermöglichen sie den komfortablen und sicheren Weg ins Innere der Anlage und sichern gleichzeitig die einzelnen Kontrollabschnitte.

Foto: Courtesy of Siemens Ag, Sector Healthcare, Erlangen – Germany

 

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(300dpi)

Die Überstiege am Synchrotron sind speziell für die Anforderungen an der hochkomplexen Anlage konstruiert. So ermöglichen sie den komfortablen und sicheren Weg ins Innere der Anlage und sichern gleichzeitig die einzelnen Kontrollabschnitte.

Foto: Courtesy of Siemens Ag, Sector Healthcare, Erlangen – Germany

 

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Rückfragen beantwortet
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pr nord. neue kommunikation.

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Tel.: 05 31 / 7 01 01-0 / Fax: -51

E-Mail: m.everling@pr-nord.de

euroline GmbH Friedrich Schlichte

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Tel.: 0 52 81 / 9 32 04-0 / Fax: -22

E-Mail: nitsche@euroline-leitern.de

 


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