Social Media – „Was soll ich bloß posten?“

Die sozialen Netzwerke sind wie ein Haustier: Man spielt damit, verbringt viel Zeit zusammen, erlebt gemeinsam lustige Geschichten und muss manchmal ein unschönes Häufchen (aus den Kommentaren) entsorgen. Sie sind einem ans Herz gewachsen und trotz allen Aufwands, den die Pflege so mit sich bringt, ein wichtiger Teil des (Geschäfts-)Lebens. Und wie ein Haustier will auch das Social Web gefüttert werden: Posts, Bilder, Stories.

Wichtig ist also, immer genug Dosenfutter im Haus zu haben. Und sollte ein Engpass auftreten: Ruhig bleiben, keine Angst zeigen und auf keinen Fall dem Haustier sagen, dass zu wenig im Haus ist …es könnte sonst auf die Idee kommen, Sie zu fressen.

Wir waren alle schon mal an diesem Punkt – deshalb hier ein paar Tipps für ausreichend Futter im Haus.

„Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert“

Wir raten generell, nur mit konkreten Zielen und einem grundlegenden Redaktionsplan in die Social-Media-Welt einzusteigen. Es gibt dem Einstieg eine klare Richtung und hilft, sich durch regelmäßige Beiträge zu aktuellen Themen ein stabiles Gerüst aufzubauen. Haben Sie eine Strategie für Ihr(e) Profil(e)? Wenn ja, könnten Sie den Ordner ja mal abstauben und nachsehen, was noch an Ideen bislang ungenutzt darin schlummert. Sind die Ziele bereits erfüllt, können Sie zum Beispiel (ein wenig) damit angeben:
„Hurra! Wir haben im letzten Quartal doppelt so viele neue Abonnenten wie erwartet hinzugewonnen.“

Prüfen Sie auch immer wieder, welche Zielgruppe(n) Sie ansprechen wollen und wofür sich diese interessiert. Mit etwas Glück finden sich sinnvolle Themen, die in letzter Zeit unterdurchschnittlich bespielt wurden. Nutzen Sie dies als Gelegenheit.

„Teamwork: Kann ich das vielleicht an Andere delegieren?“

Vielleicht lässt sich ja auch das eigene Team zu Futter verarbeiten… ähm … „für die Ideenfindung einspannen“? Einfach die Kollegen zusammenrufen für ein Brainstorming (versuchen Sie sie mit frischem Kaffee von der Arbeit wegzulocken). Ein Foto von der Mannschaft während die Köpfe rauchen ist schon Stoff für einen ersten Beitrag. Finden Sie heraus, was Ihre Kollegen beschäftigt, woran die Teams gerade arbeiten oder welche Abteilung gerne mal aus dem Hintergrund hervorkommen und sich präsentieren möchte. Nutzen Sie die Chance, um die Botschaft vom guten #Teamwork in die Welt zu bringen. Und grundsätzlich ist es eine gute Idee, das ganze Team (der Reihe nach) vorzustellen.

„Unser Team: Führungsspitze, Kollegen und der Azubi, der die ganze Arbeit macht“

Präsentieren Sie auch Menschen aus dem Hintergrund, die nicht regelmäßig mit den Kunden/Dienstleistern Kontakt haben: Den Kollegen mit der lustigen Lieblings-Kaffeetasse, die Individualisten aus dem Grafiker-Team, die Azubine beim Lernen einer neuen Aufgabe. Am besten mit einer kleinen Story und dem Hinweis, warum sie das Team so toll ergänzen. Zeigen Sie Menschliches und Persönlichkeit!

„Abläufe – der Betrieb hinter dem Logo“

Sie wissen genau, was in Ihrem Betrieb los ist und wo, was wie getan wird. Die Menschen „da draußen“ im Netz (und auch Ihre Kunden) wissen es oft nicht. Dafür bietet sich zum Beispiel eine kurze Video-Führung durch die Werkshalle an – und stellen Sie gleich hier USPs vor. Es ist allerdings knifflig, dies nicht wie einen Werbebeitrag wirken zu lassen. Bleiben Sie authentisch und sympathisch – dann klappt das schon.

„Der Kern der Botschaft… schmeckt so gut wie die Frucht darum“

Sie wollen Ihr Unternehmen für Außenstehende (be)greifbar und sympathisch machen. Setzen Sie dies für das hungrige Social Web um, indem Sie die Gründungsideen, Philosophien, Werte und Ziele menschlich präsentieren. Wie wird die Unternehmens-Philosophie im Alltag gelebt? Gibt es Aktionen zum Umweltschutz oder außergewöhnliche Maßnahmen zur Mitarbeiterzufriedenheit? Überhaupt, in Zeiten des Fachkräftemangels sollten Sie jede Gelegenheit nutzen sich als Top-Arbeitgeber darzustellen.

„Aktiv im Dialog: Teilen, Kommentieren, Besserwissen“

Wenn Sie im Haus schon Lager, Kühlschrank und Tiefkühltruhe zweimal auf Nahrung durchsucht haben, ohne etwas zu finden, versuchen Sie es vor der Haustür: Fragen Sie den netten Nachbarn nach Futter. Das Social Web ist voller Geschichten. Wenn Sie hier aktiv sind, kennen Sie ja auch die für Sie interessanten Mitspieler. Suchen Sie nach Beiträgen, die mit Ihren Themenfeldern zu tun haben. Teilen und kommentieren Sie eifrig. Bringen Sie sich in einen Dialog ein und zeigen Sie Präsenz. Das fördert Bekanntheit, Abonnentenzuwachs und inspiriert Sie zu eigenen Beiträgen.

„Themen-Recycling – der Umwelt zuliebe“

Wenn der Magen der Bestie immer noch knurrt und Sie verzweifelt nach Themen suchen, greifen wir zum letztem Ausweg: Der Zweitverwertung. Rückblicke zu vergangenen Highlights können zeigen, was gut gelaufen ist und worauf Sie stolz sind. Am besten nutzt man dies an einem aktuellen Anlass, aber sparsam und durchdacht eingesetzt können Sie die Botschaft über die erfolgreichen Aktivitäten, herausragenden Leistungen und Auszeichnungen Ihres Unternehmens unterstreichen. Noch einmal: Der sparsame Einsatz ist hier der Schlüssel.

„ Inspiration – check!“

So. Dies alles sollte zur einen oder anderen Idee für Social-Media-Beiträge verhelfen. Die Bestie wird sich jetzt wieder in ein schnurrendes Haustier verwandeln, dass sich an Sie kuschelt – vorerst…

PS: Immer noch Futtermangel? Teilen Sie lustige Katzen-Bilder! Nicht professionell, aber die kommen immer gut an, habe ich gehört.

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