11 Punkte zur Webinar-Vorbereitung

Sorgfältige Vorbereitung ist der halbe Weg zum Erfolg: Gerade bei den ersten Webinaren ist es wichtig, systematisch vorzugehen und Einstiegsprobleme durch eine professionelle Herangehensweise zu vermeiden. Wir haben für Sie die elf wichtigsten Punkte für einen optimalen Start ins Webinar zusammengestellt:

  1. Eigene Ziele klären
    Was wollen Sie mit dem Webinar erreichen?
    Welchen Nutzen sollen die Teilnehmer haben?
    Wie können Sie den Erfolg messen?
    Welche Entwicklungen wollen Sie im Auge behalten, um Ihre Performance zu optimieren?

  2. Eine „unwiderstehliche“ Überschrift finden
    Verfassen Sie eine kurze, interessante Überschrift, die Ihre Zielgruppe anspricht und abholt. Sie muss nicht den Inhalt des Webinars erklären, sondern den Nutzen für die Teilnehmer hervorheben:
    „Neue Kunden gewinnen mit Social Media: Unser Online-Experte verrät seine Tricks“

  3. Wertvolle Inhalte erstellen
    Ganz wichtig: Behalten Sie immer im Hinterkopf, dass die Teilnehmer sich einen Mehrwert erhoffen, keine Werbesendung. Teilen Sie Ihr Know-How, geben Sie Tipps (zum Umgang mit Ihren Produkten/Leistungen) und beweisen Sie fachliche Expertise.

  4. Präsentation optimieren
    Mit PDF- oder Powerpoint-Slides lassen sich viele Zusammenhänge besser darstellen, als nur über mündliches Vortragen. Aber Vorsicht: Folien lenken auch ab! Halten Sie die Inhalte kurz und bauen Sie mehrteilige Grafiken über mehrere Folien auf, um die Aufmerksamkeit immer auf den wichtigen Punkt zu lenken. Halten Sie sich nicht zu lange auf einer Folie auf – das wirkt schnell ermüdend – ca. 90 Sekunden pro Folie sollten reichen. Vermeiden Sie Animationen grundsätzlich.

  5. Interaktion mit den Teilnehmern
    Wir empfehlen, die Interaktionsphase nach Ihrem Vortrag einzuplanen. Die Einbindung von Teilnehmern „zwischendurch“ mit Fragen, Antworten, Umfragen und Ähnlichem hängt stark vom Thema, der Webinar-Dauer und der Zusammensetzung der Teilnehmer ab. Eine Interaktionsphase nach dem Impulsvortrag von 30-40 Minuten erlaubt eine Diskussion mit allen aktiven Teilnehmern, ohne die Anderen zu langweilen. Fragen können auch schon während des Vortrags im Chat gesammelt und von einem Kollegen parallel beantwortet werden – dies kann einzelne Teilnehmer aber leicht vom Kernthema ablenken. Überlegen Sie sich im Voraus, wie umfangreich Ihr Thema ist und ob viele Zwischenfragen zu erwarten sind. Wollen Sie Fragen zwischendurch zulassen, planen Sie besser Q&A-Phasen für Situationen ein, zu denen Sie bedenkenlos unterbrechen können, ohne den Faden zu verlieren.

  6. Raum vorbereiten
    Ein authentischer Raum im Hintergrund wird positiv aufgenommen. Dennoch sollten Sie es vermeiden, wichtige Dokumente, Kundenordner oder sensibles Material im Bild zu haben. Dazu gehört auch das eingerahmte Bild Ihres Partners oder Haustiers auf dem Schreibtisch. Ein aufgeräumter Arbeitsplatz wirkt nicht nur auf Sie selbst beruhigend, sondern auch auf die Zuschauer kompetent und geordnet.

  7. Technik testen/vorbereiten
    Testen Sie Ihre Internetverbindung, Kamera, Audio und ggf. Präsentationsfolien mindestens eine Stunde im Voraus.

  8. Störungen vermeiden
    Machen Sie Ihren Kollegen klar, dass Sie für die Dauer des Webinars unter keinen Umständen gestört werden möchten. Leiten Sie Festnetz-Anrufe auf einen Kollegen um und schalten Sie Ihr Mobilgerät stumm. Sie haben ein Einzelbüro? Gut so: Kleben Sie ein „Bitte nicht stören“-Schild an die geschlossene Tür. Sie brauchen volle Konzentration, und das muss rechtzeitig kommuniziert werden.

  9. Durchatmen
    Beschäftigen Sie sich (nach den Vorbereitungen) in der Zeit vor dem Webinar mit etwas völlig anderem. Machen Sie Ihren Kopf frei, damit sie vollkonzentriert dabei sind, wenn es losgeht.

  10. Bei Problemen: Ruhe bewahren
    Kleine Pannen gehören dazu. Dies trägt sogar zur authentischen Atmosphäre bei, wenn Sie damit souverän umgehen. Bleiben Sie gelassen und versuchen Sie lösungsorientiert und mit Humor das Problem zu beheben. Denken Sie sich für solche Fälle im Voraus einen kleinen Notfallplan aus. Um Ihre Zuhörer nicht zu verlieren, erzählen Sie von einem Beispiel aus der Praxis oder wie Sie einen Promi aus der Branche getroffen haben oder ähnliches, bis das Problem behoben ist. Dies hält das Publikum bei Laune und lässt Sie zudem auch wie ein Profi wirken, der spontan handeln kann.

  11. Verbindlich bleiben
    Sie können nicht immer alles wissen und schon gar nicht alle Fragen sofort beantworten. Bleiben Sie dennoch verbindlich, indem Sie den Fragenden mitteilen, dass Sie nach dem Webinar kurz im Einzelgespräch auf bestimmte Themen eingehen können oder zu einem späteren Zeitpunkt zurückschreiben werden.

Welche Erfahrungen haben Sie bereits mit Webinaren gemacht? Schreiben Sie uns Ihre Erlebnisse in den Kommentaren.




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